Gründerjahre

1922 wurde Jean Rédélé in Dieppe, Frankreich, geboren. Sein Vater Emile Rédélé war nicht nur der Mechaniker von Scicz, der 1906 auf Renault den ersten Grossen Preis von Frankreich gewann, sondern wurde auch von der damals noch in den Anfängen steckenden Marke Renault mit Testfahrten beauftragt 
1946 holte sich Jean sein Diplom an der der Handelshochschule. Mit 24 Jahren begann Jean, die Renault-Vertretung seines Vaters neu aufzubauen und wurde damit der jüngste Konzessionär von Renault. Er präparierte den Renault Heck, um an Strassenrennen teilzunehmen. Er bestritt zuerst Rennen auf lokaler Ebene, setzt sich an der Rallye Monte Carlo in Szene und gewann in seiner Kategorie an der Mille Miglia in Italien.

Jean Rédélé im Renault HeckJean Redele

Mit Hilfe der Rennabteilung von Renault bereitet er seinen Renault Heck für die Mille Miglia 1953 vor. Das Ergebnis war ein grosser Sieg: Die fünf besetzten Wagen beenden das Rennen auf den fünf ersten Plätzen ihrer Kategorie. 1952 hatte er dem Karosseriebauer Michelotti den Auftrag erteilt, auf der Basis des Renault Heck einen Rédélé Spécial zu zeichnen. Dieser Wagen wurde anschliessend von Alemano hergestellt und gewann 1953 das Rallye von Dieppe, dann die Coupe des Essarts sowie den Pokal der Stadt Lissabon.

Renault The Marquis

Im Jahre 1954 erblickte der erste Coach Alpine das Licht der Welt. Der Name Alpine wurde zur Erinnerung an den Sieg von Jean Rédélé im Alpenpokal gewählt. Diese Alpine wurden dann auch zur Sensation am Pariser Autosalon. Zu jener Zeit wurde der Alpine A106 Mille Miglia mit einem 747cm3 Motor mit einer Leistung von 42 PS angeboten.

Der Wendepunkt

1960 gründete Jean Rédélé die Gesellschaft RDL, welche die Herstellung und den Vertrieb der Alpines übernahm. 1960 war auch sonst ein Wendepunkt in der Alpinen Geschichte. In jenem Jahr stellt Rédélé am Pariser Automobilsalon seinen Berlinette Tour de France vor.

Alpine Renault A210

Dieses Auto sollte in diversen Modellen in genau 7176 Einheiten während 17 Jahren gebaut werden. Der A110 basiert auf einer Antriebstechnik des Renault 8. Ab 1965 konnten dann alle Alpinemodelle über die Renault Konzessionäre gekauft werden. 1971 stellte Alpine eine neue Sportwagengeneration vor: Den A310 mit Vierzylindermotor und 1605 ccm und 115 PS.

Automobilsalon

Schicksalsjahr 1973

Von Jahr zu Jahr entwickelt sich Alpine weiter. 1973 gewann Alpine als grösster Triumph die Rallye Weltmeisterschaft. In diesem Jahr wurde Alpine dann von Renault übernommen.

Alpine Renault A110 in Portugal

Moderne Zeiten

Ab 1977 wurde dem Vierzylinder A310 ein Sechszylindermotor eingebaut. Als Motor wird eine Gemeinschaftsproduktion von Peugeot Renault und Volvo eingesetzt. Der PRV-Motor mit 2664 ccm leistet 150 PS. Ab 1979 gehört dann ein Fünfganggetriebe zum Programm. Die 24 Stunden von Le Mans waren ein Abenteuer für Jean Rédélé und sein Team. Seit 1963 waren regelmässig Alpines am Start (wie auch an anderen Langstreckenrennen) Diese Wagen gewannen auch regelmässig in ihren jeweiligen Klassen. Der grosse Erfolg war aber im Jahr 1978, als Didier Pironi und Jean-Pierre Jaussaud diesen Klassiker für Renault Alpine in der grossen Klasse gewannen.

Sieg in Le Mans

Die 80-er

1985 kommt dann eine neue Modellreihe auf den Markt: Der Alpine V6 GT. Der Sauger leistet bei 2849 ccm 160 PS. Kurz darauf folgte in dieser Baureihe der Alpine V6 GT Turbo mit 2458 ccm mit 200 PS und ab 1989 mit Katalysator 185 PS. Anlässlich des 35-jährigen Alpine Jubiläums wird das Sondermodell Mille Migles in einer Auflage von 100 Modellen gebaut. Zum Produktionsende werden dann noch 300 Sondermodelle Alpine Le Mans gebaut. 1991 wird das letzte Alpinemodell präsentiert: die A610. Das Leichtmetall V6 - Turbo - Triebwerk leistet bei 2975 ccm 250 PS. Ergänzt wird das moderne Fahrzeuge durch ABS, Klimaanlage, Stereoanlage und Servolenkung. Dieses Modell wurde bis 1994 gebaut.