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DER MOTORSPORT - EIN ROTER FADEN, DER SICH DURCH DIE GESCHICHTE VON ALPINE ZIEHT


Alpine Renault A210

Automobilsalon

Sieg in Le Mans



Geschaffen von einem ehemaligen Rennfahrer, ist Alpine eine Marke, deren Geschichte von Erfolgen im Motorsport gekennzeichnet ist - von der Rallye Monte-Carlo bis zu den 24 Stunden von Le Mans!




Wenngleich das Temperament des Coupés 106 nicht wirklich das eines Rennwagens ist, haben sich Piloten vom Kaliber eines Jacques Féret oder eines Jean Vinatier darum gekümmert ihm eine ansehnliche Ergebnisstatistik zu verschaffen. Die A108 entwickelt sich unter anderem auch Dank des Motorsports und schafft so die Grundlage für die A110.




Ab 1963 nimmt Alpine an den 24 Stunden von Le Mans teil. Dabei wird eher ein Test der Fahrleistung und des Wirkungsgrads angestrebt als der Gesamtsieg.

Mit ihren kleinen Gordini-Motoren brillieren die Alpines mit ihrer aerodynamischen Effizienz. Zwei Siege setzen den Akzent dieses Engagements: 1964 mit der M64, gefahren von Morrogh/Delageneste, und 1966 mit der A210, gefahren von Chenisse/Delageneste.




Der Name Alpine taucht auch in den Statistiken der Einsitzer auf: mit dem französischen F3-Meistertitel für Henri Grandsire 1964. Einige Jahre später erreichen Patrick Depailler (1971) und Michel Leclère (1972) das gleiche Ergebnis.




Im Rallyesport braucht die „Berlinette“ nicht lange bis sie eine Allzweckwaffe wird. 1968 verpasst Gérard Larousse den Sieg in Monte-Carlo nur knapp. Aber es ist das Team der „Musketiere“, die den Autobauer aus Dieppe in den Adelsstand hebt. Jacques Cheinisse, neuer Motorsport-Direktor von Renault, vereint eine Traumzusammensetzung, bestehend aus Jean-Pierre Nicolas, Jean Claude Andruet, Bernard Darniche und Jean-Luc Thérier. Andere Piloten verstärken das Quartett. Wie Ove Andersson, der 1971 in Monte-Carlo den Sieg holt.




1973 macht sich das Team Alpine-Renault auf, den allerersten Titel des Rallye-Weltmeisters in der Geschichte zu holen! Die Saison startet mit einem Paukenschlag: dem Dreifachsieg von Andruet/Andersson/Nicolas in Monte-Carlo. In dreizehn Läufen setzt sich die „Berlinette“ sechs Mal durch und das unabhängig vom Gelände: Monte-Carlo (Andruet), Portugal (Thérier), Marokko (Darniche), Akropolis (Thérier), San-Remo (Thérier) und die Tour de Corse (Nicolas). Als Höhepunkt endet diese letzte Rallye mit einem erneuten Dreifachsieg und bildet den Abschluss einer unglaublichen Epoche. Somit wird Alpine-Renault Rallye-Weltmeister vor Fiat Abarth und Ford.




In dieser Saison 1973 wir auch das Langstrecken-Programm wieder aufgenommen, das nach dem Ärger mit der A220 Ende der sechziger Jahre auf Eis gelegt worden war. Diesmal hat man die höchste Stufe auf dem Podium im Visier. Mit jedem Jahr kommt die Marke der Krönung näher, und schafft es schließlich 1978, als Jean-Pierre Jaussaud und Didier Pironi den Sieg auf der Alpine Renault A442-B holen. Die A442 von Guy Fréquelin und Jean Ragnotti beendet ihrerseits das Rennen als Vierte!

Das Ziel ist erreicht. Renault kann mit dem V6 1500 cm³ Turbo-Motor in die Formel 1 wechseln.




Auch die Alpine A310 erlebt tolle Momente mit den Erfolgen von Jean Ragnotti, Bruno Saby, Jean-Pierre Beltoise (alle drei französische Meister im Rallyecross von 1977 bis 1979) und Guy Fréquelin (französischer Rallye-Meister 1977). Nach der Veranstaltung eines Alpine Europa-Cups, ausgetragen auf Alpine GTA als Eröffnung der Formel 1 Grand Prix, wird die Aktivität der Marke im Motorsport 1988 auf Eis gelegt.




Ende 2012, als die Renaissance der Marke angekündigt wird, wird sofort auch eine Rückkehr in den Motorsportbetrieb in Betracht gezogen. In Partnerschaft mit dem Team Signatech nimmt Alpine an der Langstrecken Europameisterschaft und an den 24 Stunden von Le Mans teil. Ab der ersten Saison 2013 holt die A450 den europäischen Titel. Das Team Signatech-Alpine verteidigt 2014 den Titel und erreicht sogar in der LMP2-Kategorie bei den 24 Stunden von Le Mans einen Podestplatz. Diese Leistung wird von einem siebten Platz im Gesamtklassement begleitet, was das zweitbeste Ergebnis seit dem Sieg von 1978 ist. Die Geschichte wird 2015 weitergehen, denn die Teilnahme an der Langstreckenmeisterschaft ist bereits bestätigt worden…

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